Beim #synchronbacken im November wird es schon sehr weihnachtlich, oder vielmehr adventlich lecker. Zorra vom Kochtopf hat Kanellängd herausgesucht, ein Schwedisches Zimtbrot von Savor the Flavour. Und weil ich Zimt liebe, weil ich Kardamom liebe, weil ich Hefeteig liebe und diese Kombination von Allem, muss ich natürlich mitbacken, keine Frage. Das kann eigentlich nur lecker werden und diese Form eines süssen Zimtbrotes muss ich auch testen. Es gibt so Dinge, die schiebt man ewig vor sich her, will sie immer mal machen und es kommt immer soviel anderes dazu, dass man es einfach vergisst oder weiter schiebt. Dieses Einschneiden des Teigstranges, welches man ja auch oft bei Baguette sieht, ist so eine Sache…nun hab ich es endlich getan 😉
Mögt ihr denn diese Art von Gebäck ? Also wenn ich schwedische Zimtschnecken backe, dann kann ich mich schwer zurückhalten, oder auch Lussekatter, diese Kombination aus Allem, dem Kardamom im Teig, das ist so unglaublich lecker, das müsst ihr unbedingt mal probieren.
Mein Tipp an euch…nehmt Kardamomkapseln, die Samen daraus frisch gemörsert haben so ein tolles Aroma, so fruchtig, blumig, würzig, wärmend, süss, lecker…da kommt kein gemahlener Kardamom ran. Diese Kapseln halten dunkel und kühl gelagert auch lange, also keine Angst, das ihr sie schnell entsorgen müsst.
Ausserdem nehmt Ceylon-Zimt…es gibt keinen besseren, auch dieser hat ein fruchtiges Aroma, nicht bitter und ihr könnt ihn bedenkenlos nutzen. Im Gegensatz zum Cassia-Zimt, der in grösseren Mengen gesundheitsbedenklich sein soll. Aber auch der Geschmack ist eben nicht so intensiv, fein, fruchtig, würzig wie beim Ceylon-Zimt. Dieser ist zum Glück auch nicht mehr so teuer, wie noch vor ein paar Jahren.
Nun aber zum Rezept des Synchronbackens vom Wochenende. Ich freue mich, wenn es euch gefällt und ihr es testet und mir gerne in den Kommentaren davon berichtet, gerne auch auf Facebook oder Instagram.

Kanellängd…Schwedisches Zimtbrot
Zutaten ( 1 Zimt-Brot ):
Hefeteig:
525 g Weizenmehl 550
2 Pr Salz
50 g Zucker
1 Ei ( Grösse M-L )
14 Kardamomkapseln, Samen daraus gemörsert ( ca. 1 1/2 gem. Kardamom )
15 g frische Hefe
75 g Butter
240 g Milch
Füllung:
100 g brauner Zucker
2 El gemahlener Ceylon-Zimt
6 Kardamomkapseln, Samen daraus gemörsert ( ca. 1/2 Tl gem. Kardamom )
50 g weiche Butter
1 Tl Vanilleextrakt ( ich: Mark 1/2 Vanilleschote )
Zum Bestreichen:
1 Eigelb mit 1 El Milch verquirlt zum Bestreichen vor dem Backen
2-3 El Aprikosenkonfitüre, leicht erwärmt zum Bestreichen gleich nach dem Backen
Glasur:
80 g Puderzucker
ca. 1 1/2 El Orangensaft
Für die Glasur Puderzucker mit 1 El Orangensaft glatt rühren. Dann nur noch soviel Orangensaft zugeben, bis die Glasur dickflüssig vom Löffel läuft.
In eine kleine Gefriertüte oä. geben. Zum Verzieren des nur noch lauwarmen Zimt-Brotes eine kleine Ecke abschneiden und über dem Brot verteilen.
Für den Hefeteig gebt ihr die Butter und die Milch in einen kleinen Topf, erwärmt dieses nur wenig, dass die Butter sich gerade so auflöst. Es sollte am Ende nur lauwarm sein, wenn noch zu heiss, dann bitte einen Moment abkühlen lassen.
Gebt nun alle anderen Zutaten für den Teig in eine Rührschüssel, die lauwarme Butter/Milch-Mischung dazu und verknetet das Ganze in ca. 10 Minuten zu einem glatten, geschmeidigen, noch leicht klebrigen Teig, der sich beim Kneten leicht vom Schüsselrand löst. Macht den Fenstertest, nehmt ein Stück Teig zwischen die Finger, zieht ihn vorsichtig auseinander, wenn er nicht reisst und er durchscheinend ist, dann habt ihr genug geknetet, ansonsten knetet noch 1-2 Minuten länger.
Deckt die Schüssel ab mit einer Frischhaltefolie und einem Geschirrtuch, lasst den Teig nun bei Zimmertemperatur ca. 90 Minuten aufs Doppelte aufgehen.

Für die Füllung vermischt ihr den Zucker, Zimt und Kardamom, stellt es beiseite.
Verrührt nun auch die Butter mit dem Vanilleextrakt, stell sie beiseite, sie sollte streichfähig sein.
Gebt den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche, rollt diesen nun auf ein Rechteck von ca. 30 x 38 cm aus.
Gebt die Vanille-Butter drauf und verstreicht diese gleichmässig, streut nun das Zucker/Zimt/Kardamom-Gemisch gleichmässig drüber.

Rollt den Teig von der langen Seite her stramm auf. Dafür zieht ihr ihn an dem schon aufgerollten Stück immer ein wenig straff ( das geht ganz gut, da der Teig an der Arbeitsfläche haftet ) und rollt ein Stück weiter…so wird die Rolle ordentlich straff gerollt. Legt sie nun mit der Naht nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech.

Mit einer scharfen, sauberen Küchenschere schneidet ihr nun die Rolle im Abstand von ca. 2 cm von oben tief ein ( fast bis unten ). Legt die einzelnen Stücke ( bitte nicht komplett durchschneiden ) abwechselnd nach rechts und links, flacht sie ein wenig ab mit der Hand, deckt die Rolle nun wieder mit einer Frischhaltefolie ab und einem Geschirrtuch und lasst sie bei Zimmertemperatur noch einmal 45 Minuten gehen.


Heizt in der Zwischenzeit den Backofen vor auf 190 °C Ober/Unterhitze.
Verquirlt das Eigelb mit der Milch, bestreicht damit euer Zimtbrot.
Gebt das Blech nun in die Mitte des Backofens und backt das Kanellängd in ca. 25-28 Minuten fertig, bis die Oberfläche schön gebräunt ist. Wenn euch das Zimtbrot nach 20 Minuten schon braun genug ist, deckt bis zum Ende ein Backpapier auf die Oberfläche. Macht gerne auch am Ende die Stäbchenprobe, das Brot sollte durchgebacken sein und kein Teig am Stäbchen hängen bleiben.
Nehmt das Blech heraus, bestreicht das heisse Zimt-Brot mit der leicht erwärmten Aprikosenkonfitüre und lasst es nun lauwarm abkühlen.
Dann verziert ihr es noch mit der angerührten Glasur und lasst es euch am Besten ganz frisch schmecken.
Ihr wisst ja, Hefegebäck schmeckt am Besten ganz frisch, im Optimalfall lauwarm 🙂 Es lässt sich natürlich auch noch einmal kurz erwärmen am nächsten Tag, dann ist die Oberfläche leicht knusprig und es schmeckt wie frisch gebacken.
Das wars mal wieder, Dankeschön liebe Zorra für deine tolle Auswahl. Im Anschluss hier findet ihr wieder die Beiträge der anderen Teilnehmer, die darüber gebloggt habe. Es lohnt sich wie immer, mal reinzuschauen, vielleicht findet ihr eure Lieblingsvariante.

Viel Spass beim Nachbacken, eure Birgit.


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Dein Kanellängd schaut super aus! Hoffe du hast Rezept so sehr genossen wie ich 🙂
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Vielen lieben Dank, oh ja, ich mag sowas sowieso sehr gerne in dieser Kombination. Liebe Grüße Birgit
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So schön fluffig geworden, dein Kanellängd! Nächstes Mal muss ich es auch mit frisch gemörserten Kardamomkapseln probieren, das macht sicherlich nochmal einiges aus.
Liebe Grüße, Bettina
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Vielen lieben Dank, oh unbedingt, das macht einen Riesen Unterschied. Liebe Grüße Birgit
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Wie ich sehe, hast du dich auch für Aprikosenkonfitüre entschieden. Dein Zimtbrot sieht auf jeden Fall super lecker aus.
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Vielen lieben Dank, ja, die war gerade offen 😃 liebe Grüße Birgit
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Da hast du ein ganz tolles Kanellängd gebacken liebe Birgit. Ich habe meins auch mit Aprikosenkonfitüre eingestrichen, dass fanden wir total lecker.
Liebe Grüße
Britta
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Vielen lieben Dank liebe Britta, liebe Grüße Birgit
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Ach, magst du Lussekatter und Co. auch so gerne? Ich liebe ja Kardamom und Zimt in Kombination mit fluffigem Hefeteig. Und wenn das Ergebnis dann noch so großartig aussieht wie bei dir hier, schlägt das Genießer-Herz gleich nochmal höher 🙂 .
Liebe Grüße
Tina
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Oh ja, sehr gern sogar 😃. Vielen Dank. Liebe Grüße Birgit
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Dein Brot sieht ganz köstlich aus – und so hübsch!
Liebe Grüße,
Laura
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Vielen lieben Dank, liebe Grüße Birgit
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Ich bin ja nicht so der Kardamom-Fan, aber so wie du schwärmst muss ich vielleicht doch wieder mal probieren. Und das Formen war gar nicht so einfach, wie ich dachte. Aber irgendwas ist ja immer. So oder so, dein Zimtbrot ist super geworden!
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