Pinsa Romana…die Mutter aller Pizzen zum 40. #synchronbacken

Wieder einmal ein wahrer Volltreffer von Zorra vom Kochtopf und Sandra von From Snuggs Kitchen, was die Auswahl des Rezeptes zum #synchronbacken betrifft. Sie haben eine Pinsa Romana von Lamiacucina herausgesucht. Schon lange steht die Mutter aller Pizzen, die aus Rom stammt, auf meiner Liste zum Ausprobieren. Auch die besonderen Mehle, die dem Teig ausser Weizenmehl zugesetzt werden, hatte ich schon daheim. Neben Reismehl ( welches man natürlich auch selber ganz schnell herstellen kann, indem man Reis in einer Mühle zerkleinert ) habe ich mich noch für Sojamehl entschieden. In der Urform wurde dieses aber nicht genutzt, da es dieses vor 2000 Jahren noch nicht gab ( Kichererbsenmehl ist da die Alternative ). Das Sojamehl gibt es etwas seit dem 18. Jahrhundert. Der Teig braucht eine lange, kalte Gare, die ruhig bis zu 120 Stunden dauern kann. Ich habe mich für 48 Stunden entschieden, dem Teig ist wirklich nur ein Krümelchen Hefe beigesetzt. Nun zu meiner Variante….

Ein kleiner Nachtrag nach einer 2. Backaktion : Hierfür habe ich dem Teig 4 Tage zeit gegeben im Kühlschrank, dabei 1x am Tag rundherum gefaltet und wieder in den Kühlschrank. Die Dose war dieses mal auch kleiner, was dem Teig gut tat. Der Teig hatte noch viel mehr Trieb im Ofen, also es lohnt sich, ein wenig länger zu warten .

Pinsa (36)

Zutaten ( 2 Tage vorher ):

Hefeteig :

390 g  Weizenmehl 550

50 g  Dinkelvollkornmehl

75 g  Reismehl

25 g  Sojamehl

5 g  Zucker

410 g  kaltes Wasser ( ca. es kann sein , dass ihr ein wenig mehr braucht )

1 g   frische Hefe

7 g   Salz ( kommt nach 6 Minuten hinzu )

5 ml Olivenöl ( kommt nach 8 Minuten hinzu mit dem restlichen Wasser )

  1. Gebt die Mehle und den Zucker in eine Rührschüssel und vermischt diese miteinander.
  2. Verrührt die Hefe mit 2 El Wasser.
  3.  Gebt nun ca. 320 g Wasser und die aufgelöste Hefe zu den Mehlen und startet den Knetvorgang…6 Minuten sollten es sein.

Pinsa (39)

  1. Nun gebt ihr das Salz hinzu und knetet weitere 2 Minuten.
  2.  Zum Schluss kommen noch das Olivenöl und das restliche Wasser hinzu, welches ihr aber schluckweise hinzu gebt. Schaut euch erst den Teig an, ob er noch mehr braucht. Die Konsistenz sollte weicher sein, als ein normaler Pizzateig.
  3. Knetet das Ganze nun noch ca. 12 Minuten .
  4.  Deckt nun die Schüssel ab und lasst den Teig 30 Minuten bei Zimmertemperatur rasten. 
  5.  In dieser Zeit faltet ihr ihn alle 10 Minuten in der Schüssel.

Pinsa (41)

  1.  Nun gebt ihr den Teig in eine Schüssel mit Deckel, die ihr anschliessend in den Kühlschrank stellt für die nächsten 48 Stunden ( hier ist alles möglich von 24-120 Stunden, wie im Originalrezept von Lamiacucina beschrieben ).
  2.  Nach 24 Stunden faltet ihr den Teig in der Schüssel einmal komplett und dreht ihn um, nun wieder Deckel drauf und weiter schlafen lassen in der Kälte.

Pinsa (7)

Nun könnt ihr euch auch schon um den Belag kümmern. Ich habe mich für 2 verschiedene entschieden…einmal ganz klassisch Tomate/ Büffelmozzarella und dann noch Kürbis/ Ziegenfrischkäse. Hier könnt ihr natürlich eurer Fantasie freien Lauf lassen. Dosentomaten sind auch super, ich habe noch tolle Tomaten aus dem Garten, die ich gerne verarbeiten möchte.

Tomatensauce ( reicht für ca. 5 Pinse ):

1    Zwiebel, gehackt

1 El  Olivenöl

1      Knoblauchzehe , gehackt

1 El Tomatenmark

750 g Tomaten, klein gewürfelt

1 El  Oregano, getrocknet

Salz, Pfeffer

Schwitzt die Zwiebel im Öl an, gebt die Knobi hinzu, die ihr auch kurz anschwitzt, bevor ihr das Tomatenmark leicht anröstet. Nun kommen die Tomaten, Salz, Pfeffer und Oregano hinzu, verrührt alles gut und lasst das Ganze nun auf mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren so einkochen, dass die Flüssigkeit komplett weg ist. Bei mir hat das ca. 1 1/2 Stunden gedauert. Schmeckt das Ganze noch einmal ab und stellt euer Tomatensugo bis zum Verbrauch in den Kühlschrank.

Pinsa

Kürbispüree ( ca. 3 Pinse ):

1     kleiner Butternutkürbis, geviertelt und entkernt

Heizt den Backofen vor auf 180 °C Umluft. Legt den Kürbis mit der Schnittfläche nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech und gebt ihn für ca. 45 Minuten in den Backofen. Der Kürbis sollte schon Farbe bekommen und natürlich gar sein, wenn ihr mit dem Messer einstecht.

Nehmt das Blech heraus und lasst ihn eine Zeit abkühlen, bevor ihr mit einem Löffel das Kürbisfleisch herauslöffelt.

Pinsa (38)

Stellt auch dieses bis zum Verbrauch in den Kühlschrank, gewürzt wird später.

Pinsa (43)

Ausserdem:

Büffelmozzarella

Cocktailtomaten, halbiert

Ziegenfrischkäse

Salz, Pfeffer

Rosmarin, gehackt

Basilikumblätter

Am Backtag:

Nehmt den Teig nun aus dem Kühlschrank und lasst ihn 2-3 Stunden bei Zimmertemperatur akklimatisieren. Ihr werdet überrascht sein, wie dieser sich in der Zeit entwickelt, denn die Zeit im Kühlschrank tut sich optisch nicht das meiste. Es bilden sich ordentlich Bläschen am Boden aber auch grosse Blasen auf der Oberfläche. Und was mir noch aufgefallen ist, er duftet leicht süsslich und ganz lecker nach Hefe, dabei ist da wirklich nur ein winziges Stückchen drin.

Pinsa (42)

Gebt den Teig nun auf die Arbeitsfläche, die ihr mit Semolina di Rimacinata bestreut habt. Faltet den Teig einmal und teilt ihn anschliessend in 5 Teile, die ihr rund formt und unter einem Tuche wieder 1 Stunde ruhen lasst.

Pinsa (6)

In dieser Zeit heizt ihr den Backofen vor auf 240 °C Umluft. ( ich habe eine Umluftstufe mit extra starker Unterhitze )

Legt euch euren Pinsa-Belag bereit.

Nun zieht ihr die Teigkugel oval aus mit den Händen und legt diese als Fladen auf ein mit Backpapier belegtes Blech, 2 passen immer auf ein Blech.

Belegt nun nach euren Wünschen. Bei mir kam einmal Tomatensugo, Büffelmozzarella und frische Tomaten drauf. Die andere Variante war mit Kürbispüree, welches ihr nun auf der Pinsa mit Salz, Pfeffer und frisch gehacktem Rosmarin bestreut und anschliessend kleine Häufchen Ziegenfrischkäse verteilt.

Pinsa (2)Pinsa (1)

Gebt nun das Blech in die Mitte des Ofens und backt eure Pinsa in ca. 9-11 Minuten fertig. Diese Zeiten variieren sehr, backt also auf Sicht und nach euren Wünschen.

Nehmt sie heraus und geniesst ganz frisch diese leckere Ur-Pizza. ( erinnert aber auch ab eine Foccacia, da sie sehr fluffig wird ). Innen weich und saftig, aussen fein-knusprig und vom Geschmack her sehr mild und unglaublich lecker.

Pinsa (22)Pinsa (31)

Mir hat die klassische Variante am Besten geschmeckt, meinem Mann die Kürbisvariante. Also da sind die Geschmäcker unterschiedlich, belegen kann jeder mit dem , was schmeckt. Ich backe sie diese Woche gleich noch einmal, lasse den Teig dafür 4 Tage im Kühlschrank ruhen und bin gespannt auf das Ergebnis.

Pinsa (23)Pinsa (27)Pinsa (25)Pinsa (34)

Ich hoffe, euch gefällt dieses Rezept und vielleicht habt ihr ja Appetit bekommen und versucht sie auch einmal. Ich verlinke euch nun im Anschluss die Blogs der Teilnehmer…auch hier lohnt sich wieder ein Blick, denn jeder hat seine Variante, da sind dann andere Mehle drin usw. Also schaut vorbei und holt euch eure Inspirationen.

Liebe Zorra und liebe Sandra, es war mir wie immer ein Vergnügen, mit euch zu Backen. Ihr habt wieder einen Volltreffer gelandet, mein Mann meinte nur, warum ich die Pinsa nicht schon eher mal gebacken habe.  Denn geplant ist sie schon lange, aber wie so oft brauchte ich wieder euren Anstoss, um sie nachzubacken.

Eure Birgit.

 

 

zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf
Dominik von Salamico
Britta von Backmaedchen 1967
Tamara von Cakes, Cookies and more
Dagmar von Dagmars brotecke
Simone von zimtkringel
Sandra von From-Snuggs-Kitchen
Kathrina von Küchentraum und Purzelbaum
Johanna von @dinkelliebe
Stefanie von @urkorn.blog
Volker von @volkermampft

12 Kommentare

    • Vielen Dank. Ich bin so froh, dass ich es getan habe, soviel Stress war es ja nicht, da der Teig ja super auch am Tag vorher schon in seinen Kälteschlaf konnte. Hab vielen Dank für die tolle Auswahl und für dieses erfolgreiche Event. Liebe Grüsse Birgit.

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