Heute habe ich eine Suppe für euch, die ihren Ursprung in der Toskana hat. Und zwar gehört die Ribollita zur Cucina povera, der einfachen Küche, der Küche der Bauern und armen Leute. Gegessen wurde, was da ist, verkocht wurde, was da ist und genauso wird das hier mit diesem Eintopf gemacht. Ursprünglich wurden Reste einer Gemüsesuppe am nächsten tag noch einmal mit Brot verlängert und wieder erwärmt. Verwendet wird das Gemüse der Saison, wobei Bohnen, Cavolo Nero, Kartoffeln, Staudensellerie, Zwiebeln, Tomaten und Karotten gerne genutzt werden. Ein Bestandteil des Eintopfes ist altbackenes Brot, optimal wäre Sauerteigbrot. so wurde Reste verwertet…das finde ich heutzutage auch sehr gut, gerade Gemüse, welches ein wenig länger liegt, macht sich in der Ribollita sehr gut.
Eines vorweg…die Ribollita sollte entweder einen Tag vorher gekocht werden oder zumindest einmal abkühlen und dann wieder neu erwärmt werden…so schmeckts einfach am allerbesten.

Warum habe ich gerade diesen Eintopf gekocht…ich hatte älteres Gemüse im Kühlschrank, ausserdem noch Cavolo nero im Garten und getrocknete Borlotti-Bohnen vom letzten Gartenjahr, die ja auch mal verbraucht werden möchten. Wenn du gerne gegarte Bohnen aus der Dose nutzen möchtest, lass den Schritt des Bohnen kochens einfach weg.
Ribollia…toskanischer Bohneneintopf
Zutaten ( 4 Portionen ):
Bohnen kochen:
200 g getrocknete Borlotti-Bohnen, ca. 24 Stunden vorher in reichlich Wasser einweichen
1 1/2 Tl Salz
1 Zweig Rosmarin
2 Knoblauchzehen
Die Bohnen mit dem Einweichwasser in einen Topf geben, Salz, Rosmarin, Knoblauch dazugeben und in ca. 1-1/2 Stunden weich kochen. Die Hälfte der Bohnen heraus nehmen und beiseite stellen, den Rest zusammen mit dem Wasser pürieren zu einem Brei ( je nach Menge des Wassers ist es auch ein wenig flüssiger ). Bis zum Verbrauch beiseite stellen.

Ausserdem:
150 g Zwiebeln, gewürfelt
150 g Karotten, gewürfelt
150 g Lauch, längs vierteln und in Scheiben
150 g Staudensellerie, gewürfelt
3 Knoblauchzehen, gewürfelt
4 El Olivenöl
240 g Kartoffeln, gewürfelt
250 g Cavolo Nero ( Schwarzkohl,), von den Rispen ziehen und in Streifen geschnitten
200 g altbackenes Sauerteigbrot, in mundgerechte Stücke geschnitten
400 g gehackte Tomaten ( Dose )
Gemüsebrühe oder Wasser nach Bedarf
1 Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer
Olivenöl zum Servieren
In einem grösseren Topf gebt ihr das Olivenöl, Zwiebeln, Karotten, Lauch, Staudensellerie und Knoblauch und schwitzt das Ganze bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten an, das nennt man auch Soffritto.
Gebt nun Kartoffeln und Schwarzkohl hinzu und lasst beides ca. 5 Minuten mit andünsten.

Nun kommen die pürierten Bohnen, die Tomaten und das Lorbeerblatt hinzu, alles durchrühren, mit Gemüsebrühe oder Wasser soweit auffüllen, dass das Gemüse knapp bedeckt ist. Deckel drauf und 1 Stunde köcheln lassen, bei Bedarf ab und zu um rühren und eventuell Flüssigkeit auffüllen.
Nun gebt ihr das Brot, die ganzen Bohnen, Salz und Pfeffer hinzu, verrührt alles gut und lasst die Ribollita komplett abkühlen. In dieser Zeit wird der Eintopf richtg dick, gebt gerne auch hier wieder Gemüsebrühe oder Wasser hinzu.


Beim wieder Erwärmen gebt wieder Flüssigkeit hinzu, schmeckt die Ribollita noch einmal ab, gerne auch mit ein wenig Chili.
Gebt den Eintopf in Suppenschalen, darüber sehr gutes Olivenöl und lasst es euch schmecken.


Ihr seht, ein klein wenig Arbeit macht die Ribollita, aber ihr könnt hier soviel Gemüse verwerten und sie schmeckt köstlich. Sie sättigt natürlich sehr gut, was auch an dem vollgesaugten Brot liegt, ich liebe das ja sehr. Kennt ihr das, Brot in einer Suppe mitzukochen ? Ich kenne das tatsächlich von toskanischen Suppen.
Nun wünsche ich euch gutes Gelingen und lasst euch das Soulfood schmecken, eure Birgit.
