Lange stand der Victoria Sponge Cake auf meiner Back-Liste…jetzt, endlich hab ich´s geschafft, diesen englischen Klassiker des Afternoon.Teas auch mal zu backen. Auch als Victoria Sandwiche Cake bekannt, wird dieser, wie der Name schon sagt, geschichtet. Zwei Böden, die oftmals einzeln gebacken werden, werden mit leckerer Erdbeerkonfitüre bestrichen, mit frisch geschlagener Sahne drauf und dann zusammen gesetzt. Ich habe den Boden als Ganzes gebacken, nach dem Abkühlen geteilt und dann eben wieder zusammen gesetzt. Ich habe allerdings noch eine kleine Änderung vorgenommen.
Auf Grund vieler Erdbeeren in meinem Garten, habe ich davon einige ein wenig eingekocht und diese dann ebenfalls auf den unteren Boden gestrichen, das gibt dem Kuchen noch das gewisse Etwas, denn die Böden sind schon sehr dick und da kommt ein wenig mehr Frucht ganz gut, finde ich.
Ansonsten hab ich mich auch mengenmässig am Originalrezept orientiert, deswegen auch der viele Zucker, denn Zucker, Butter, Mehl finden sich hier im gleichen Verhältnis zueinander, eigentlich auch alles abgestimmt auf die Menge der Eier ( ich gestehe, diese habe ich nicht gewogen, aber ich habe L-Eier genommen, wie es verlangt wurde ).

Victoria Sponge Cake
Zutaten ( 20-er Form):
Boden:
225 g Butter, Zimmertemperatur
225 g Zucker
4 Eier ( Grösse L )
Abrieb 1/2 Zitrone ( Original: 1 El Vanilleextrakt )
225 g Weizenmehl 405
2 Tl Backpulver
1 Pr Salz
2 El Milch
Erdbeerfüllung:
ca. 200 g klein geschnittene Erdbeeren
1 El Puderzucker
Abrieb 1/2 Zitrone
Gebt alles in einen Topf, lasst das Ganze aufkochen und ca. 10 Minuten auf kleiner Hitze köcheln, dann komplett abkühlen lassen.

Ausserdem:
3-4 El Erdbeerkonfitüre ( gehäuft )
300 g Sahne, geschlagen
1 Pk Sahnesteif ( optional zum Schlagen der Sahne )
Puderzucker zum Bestäuben
Erdbeeren zum Garnieren ( optional )
Heizt den Backofen vor auf 180 °C Ober/Unterhitze.
Fettet eine 20-er Springform gut ein.
In eine Rührschüssel gebt ihr die Butter, den Zitronenabrieb und den Zucker und verrührt alles, bis die Butter weissschaumig aufgeschlagen ist. Nun gebt ihr die Eier nach und nach hinzu, verrührt dabei jedes Ei ca. 30 Sekunden, bevor das nächste Ei zugegeben wird.

Mischt Weizenmehl, Backpulver und Salz miteinander, siebt alles auf eure Butter-Eier-Masse und hebt dieses nur noch mit einem Spatel vorsichtig unter, gebt dabei die 2 El Milch hinzu, so dass ein zähflüssiger, luftiger Teig entsteht. Bitte nur solange rühren, bis keine trockenen Mehlnester mehr vorhanden sind.

Gebt den Teig in die gefettete Form, stricht ihn glatt und stellt die Form nun in die Mitte des vorgeheizten Backofens, backt den Boden nun in ca. 45 Minuten fertig. Deckt ihn nach ungefähr 30 Minuten mit einem Backpapier ab, sonst wird er euch zu dunkel.
Macht bitte die Stäbchenprobe, mittig braucht der Kuchen am längsten, er muss auf jeden Fall durchgebacken sein.Die Backzeit kann also variieren.
Bereitet in dieser Zeit auch die Erdbeerfüllung zu, so kann diese abkühlen.
Nehmt die Form aus dem Ofen, lasst den Boden mindestens 20 Minuten in der Form auskühlen, bevor ihr ihn löst und auf einem Kuchengitter komplett abkühlen lasst.

Schneidet ihn nun mittig einmal durch, die Schnittflächen nach oben, diese werden noch mit der Flüssigkeit der Erdbeeren getränkt.
Legt den unteren Boden auf eine Kuchenplatte, beträufelt nun Diesen und auch den oberen Boden auf der Schnittfläche mit dem Saft, der beim Kochen der Erdbeeren entstanden ist. Verteilt anschliessend die gekochten Erdbeeren auf dem unteren Boden, darüber verstreicht ihr die Erdbeerkonfitüre.

Verteilt nun die geschlagene Sahne auf der Konfitüre ( ich habe diese in einen Spritzbeutel ohne Tülle…oder Lochtülle…gefüllt und aufgespritzt ). Deckt den oberen Boden drauf, bestäubt das Ganze mit Puderzucker und garniert gerne mit ein paar Erdbeeren.


Serviert den Victoria Sponge Cake frisch, so schmeckt er am Besten.
Ihr könnt Reste natürlich auch noch später essen, stellt den Kuchen dafür in den Kühlschrank. Lasst diese dann aber vorm Servieren Zimmertemperatur annehmen, da die Butter im Boden diesen durch die Kälte ein wenig fester werden lässt…was aber dem Geschmack nicht schaden wird.


Nun wünsche ich euch viel Spass beim Nachbacken und Geniessen, eure Birgit.

Hallo Birgit,
ich habe diesen Kuchen nach deinem Rezept letzte Woche gebacken. Ich hatte speziell nach diesem Kuchen gegoogelt und bin auf deine Seite gestoßen. Und OMG … ! Meine Eltern und ich waren begeistert. Nachdem er einen Tag auf der kalten Terrasse durchgezogen war, schmeckte er ausgezeichnet. Genau richtig: nicht zu süß, tolle Konsistenz. Man muss dazu sagen: ich backe nur sehr selten und bin darin kein Profi und keine ständige Hobby-Bäckerin. Mich hat aber dieser Kuchen aufgrund seiner Historie insbesondere interessiert.
Der Kuchen ist also definitiv Anfänger-freundlich. Wir haben beschlossen, ihn bald wieder zu backen 🙂
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Hallo,
Oh Wahnsinn, das hört sich gut an und ich freue mich sehr, dass er dir so gut gelungen ist und euch geschmeckt hat. Ist tatsächlich ein sehr einfaches Rezept, aber die einfachen Dinge sind ja meist die Besten, ich danke dir sehr für dein liebes Feedback und viel Spaß beim nochmaligen Backen. Viele liebe Grüße Birgit
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