Schwedische Roggenbullar mit Haferflocken und Leinsamen…

Lange habe ich überlegt, ob ich ein Rezept für das Blogevent  #typischSchweden, welches gerade bei Zorra im Kochtopf, dessen Gastgeberin Tina von Küchenmomente ist, stattfindet. Ich war noch nie in Schweden, kann also so gar nicht mitreden mit der Esskultur dort. Was man kennt, sind die Zimtschnecken, Schokoladenkuchen, Haferkekse und die leckeren Fleischbällchen, die Köttbullar. Da hört es bei mir dann auch schon auf…obwohl…an das runde Knäckebrot kann ich mich auch noch erinnern.Die schwedische Brotkultur ist mir auch nicht so bekannt. Gelesen habe ich immer wieder Rezepte mit Roggenmehl ( obwohl das eher nur in Südschweden gedeiht ), egal ob im  Kuchen oder Brot. Und dass das Brot dann eher weich ist und luftig, anders als bei uns, wo man knusprige Brote liebt. So bin ich nun auf ein Brötchenrezept gestossen, welches ich aber ein wenig verfeinert habe mit Zutaten meiner Wahl und denke, es ist #typischschweden.

roggenbrötchen (7)

Zutaten ( 12-14 Brötchen ):

600 g lauwarmes Wasser

42 g frische Hefe

16 g Salz

30 g Zuckerrübensirup

400 g Roggenmehl 1370

60 g zarte Haferflocken

30 g geschrotete Leinsamen

1    Ei

300 g Weizenmehl 550

Ausserdem:

Roggenmehl zum Bearbeiten

In einer Rührschüssel verrührt ihr das lauwarme Wasser und die Hefe, bis sich diese aufgelöst hat. Gebt nun das Salz und den Zuckerrübensirup hinzu und verrührt dieses ebenfalls.

Nun kommen das Roggenmehl, die Haferflocken, die Leinsamen und das Ei hinzu. Fangt nun an, den Teig mit der Küchenmaschine zu kneten. Nach und nach gebt ihr auch das Weizenmehl in den Topf. Lasst den Teig nun ca. 7 Minuten kneten.

Da er sehr weich ist, ist es wirklich am Besten, diese Arbeit eine Küchenmaschine erledigen zu lassen.

Bestäubt nun den Teig mit ein wenig Roggenmehl und deckt die Schüssel ab, lasst den Teig 30 Minuten ruhen.

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Gebt ihn nun auf eine bemehlte Arbeitsfläche, bearbeitet ihn ein wenig mit Mehl und teilt ihn in 12-14 Teile, die ihr zu Kugeln formt.

Diese verteilt ihr nun auf 2 Backbleche, die ihr mit einem Backpapier belegt habt. Drückt nun die Kugeln mit bemehlten Händen zu Fladen. Mit bemehlten Fingern drückt / formt ihr nun mittig jeden Fladens ein Loch. Bestäubt eure Teiglinge mit Roggenmehl.

roggenbrötchen (39)

Deckt die Bleche nun mit Küchentüchern ab und lasst die Teiglinge 30 Minuten ruhen.

In dieser Zeit heizt ihr den Backofen vor auf 210 °C Ober/Unterhitze.

Nun backt ihr die Bleche nacheinander ab. Mittig im Ofen brauchen die Brötchen ca. 20 Minuten. Nehmt sie heraus und lasst sie auf einem Gitter auskühlen.

roggenbrötchenroggenbrötchen (1)

Ich habe den ersten natürlich gleich zu Mittag verkostet und war positiv überrascht, wie gut mir doch auch so weiche, fluffige Roggenbrötchen schmecken.

 

Sie sind vielleicht nicht für jeden Geschmack / Gaumen geeignet, da sie recht neutral ( ein anderes Wort fiel mir grad nicht ein ) schmecken, sehr weich und fluffig sind ( aber zum Glück nicht hefig schmecken )…eben ganz anders, wie man sich Roggengebäck bei uns vorstellt. Ich finde aber, es lohnt sich, sie einmal auszuprobieren. Sie eignen sich wahrscheinlich sehr, um daraus ein Vesper zu richte zB. für die Arbeit oder für die Reise.

roggenbrötchen (35)

 

blog-event-cxlix-typisch-schweden

Wie gefällt es euch denn so ? Würdet ihr sie probieren und mögt ihr die Brote und Brötchen anderer Länder ? Ich liebe ja das italienische Brot, wenn wir dort im Urlaub sind und auch das Irische Brot, wenn wir dort unseren Jahresurlaub verbringen. Ich passe mich immer an die Länder an und geniesse dort mit allen Sinnen. Zu Hause liebe ich eben unser deutsches Brot … Eure Birgit.

 

 

20 Kommentare

  1. Tina von Küchenmomente sagt:

    Hej Birgit,
    wie toll, dass du dir solche Mühe gemacht und extra recherchiert hast!. Tatsächlich habe ich noch nie schwedische Roggenbrötchen gebacken. Die Betonung liegt auf “noch” 😉 . Da die Schweden ja ihre Brote/Brötchen reichlich und herzhaft belegen (was als Smörgås dann zur Hauptmalzeit zählt) kommt uns das Brot/die Brötchen wahrscheinlich etwas “geschmacksneutral” vor. Deine “råg bullar” eignen sich bestimmt super für Fischbrötchen (fisk bugare).
    Schreibst du bei Gelegenheit noch einen Kommentar mit dem Link zu diesem Rezept bei zorra auf den Blog? Das wäre super!
    Ich freue mich sehr, dass du dabei bist, liebe Birgt.
    Tusen tack och hejdå!
    Tina

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    • Liebe Tina, es hat schon Spass gemacht, sich auf die Suche zu machen nach was Leckerem aus einem Land, welches man noch nicht kennen gelernt hat. Den Link habe ich gerade nachgetragen, Ich freue mich auf viele Rezeptideen aus Schweden, die ich sicher mal nach und nach ausprobieren werde. Hab einen schönen Tag und vielen Dank für dieses Blogevent. liebe Grüsse Birgit.

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  2. Pingback: Blog-Event CXLIX – Typisch Schweden – Zusammenfassung – 1x umrühren bitte aka kochtopf

  3. Hi Birgit, meisterhaft sehen die aus!
    Ich bin großer Fan deiner Rezepte. Ich glaube, ich versuche mich demnächst an deinen Roggenbullar. Roggen und ich funtkionieren nämlich oft nicht so recht miteinander, aber mit dem Rezept wage ich einen neuen Anlauf!
    Herzliche Grüße
    Simone

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  4. Rafaela sagt:

    Hallo liebe Birgit,
    ich bin Viertel- Schwedin und bin durch Zufall über Pinterest auf dein Rezept gestoßen. Ich kenne einige unserer traditionellen Rezepte (für fast Alles was man kochen und backen kann🙈), ich kenne auch ähnliche Brot-/Brötchen Rezepte und werde dieses auch mal ausprobieren, hättest du vielleicht noch das Orginal und könntest mir das vielleicht auch verraten? wäre super lieb, und vielleicht interessiert dich ja ein kleiner Fakt den die wenigsten kennen, das Loch in der Mitte wurde früher in alle brote gedrückt vor dem backen da die Brote nur halb gebacken und danach geräuchert wurden, dazu wurden sie an einem Stock aufgehangen und später auch so gelagert da sie so länger haltbar waren, ähnlich wie bei Stock-/Klippfisch
    Liebe Grüße
    Rafaela

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    • Hallo Rafaela, hab vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Das ist ja sehr interessant mit dem Räuchern. Derzeit bin ich im Urlaub, wenn ich nächste Woche wieder im Alltagsleben wieder drin bin, kann ich mal schauen, ob ich das Original noch ausfindig machen kann. Viel hatte ich allerdings nicht verändert am Rezept. Liebe Grüße Birgit

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