Im Juli 2020 habe ich die Rosette Soffiate zum ersten Mal gebacken. Anlass war das #Synchronbacken bei der lieben Zorra aus dem Kochtopf. Diese sind auch ganz toll geworden, sogar mit einem kleinen Loch in der Mitte, welches so typisch ist für dieses italienische Gebäck. Gebacken hatte ich mit Pizzamehl, ich wollte aber auch gerne nochmal testen, wie sie denn mit dem gängigen Weizenmehl 550 werden. Und dazu kommt das diesjährige Blogevent „Neuaufgelegt“ zum 20. Geburtstag von Zorras Kochtopf wie gerufen. Ich habe dann mal getestet…
Aber nun erstmal Herzliche Glückwünsche zu 20 Jahre Kochtopf liebe Zorra, ich wünsche dir und uns viele weitere leckere Jahre.
Eins vorweg…ich habe mein eigenes Rezept nicht richtig gelesen, passiert mir leider immer mal wieder, so habe ich den Vorteig ( Biga ) nicht 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen, sondern in den Kühlschrank gestellt. Nun gut, ich habe mich schon gewundert, dass er anders war, als vor 4 Jahren ( siehe Fotos von damals. Habe ihm dann aber noch 2 Stunden bei Zimmertemperatur gegeben. Ich muss aber dazu noch sagen zu meiner Verteidigung, dass es momentan im haus noch sehr warm ist, wäre also auch nicht optimal gewesen 😉
Und wenn du gerne noch die Rosette Soffiate von Zorra anschauen magst, klick hier einmal drauf.
Und wenn wir schon bei verschiedenen Anleitungen sind, dann schau dich hier beim Original auf Italienisch noch mal um, da gibts auch ein Video dazu.
Jetzt aber zum Rezept, leider habe ich kein Loch in meinen Brötchen, obwohl ich alles nach Anleitung gemacht habe, aber was soll ich sagen…sie schmecken fantastisch, sch…. auf das Loch in der Mitte 😉 Ich bin eben „Perfekt unperfekt“.
Rosette Soffiate
Zutaten ( 8 Brötchen ):
Biga ( Vorteig ) am Tag zuvor, steht 24 Stunden im Kühlschrank, danach 2 Stunden bei Zimmertemperatur:
400 g Weizenmehl 550 ( im Original proteinreiches Pizzamehl )
200 g kaltes Wasser
4 g frische Hefe
Gebt diese Zutaten in eine Schüssel und knetet diese zu einem recht festen, krümeligen Teig, Nehmt nun noch die Hände zur Hilfe und formt daraus eine Kugel ( der Teig muss hier nicht glatt sein ). Legt diese in eine Schüssel, deckt diese ab und lasst den Vorteig nun 20 -24 Stunden im Kühlschrank ruhen, dann nehmt ihr ihn heraus und lasst ihn 2 Stunden bei Zimmertemperatur stehen. Der Teig ist ein sehr fester Vorteig.

Hauptteig ( am Backtag ):
40 g Weizenmehl 550
60 g lauwarmes Wasser
6 g Honig
8 g Salz
Olivenöl zum Bestreichen
Bilddokumentation unter der Beschreibung, da es sehr viele einzelne Schritte sind, die sonst verloren gehen könnten.
- Gebt alle Zutaten ( Vorteig nicht vergessen) in eine Rührschüssel und lasst sie in ca. 15 Minuten zu einem sehr homogenen Teig verkneten. Am Anfang tut sich die Machine ein wenig schwer durch den festen Vorteig, knetet auf niedriger Stufe, nach und nach verbindet sich das Wasser und ihr erhaltet einen sehr geschmeidigen Teig.
Gebt ihn auf eine leicht bemehlte Fläche und formt eine Kugel, die ihr mit einer Schüssel abdeckt, lasst diese nun 15 Minuten ruhen. - Rollt den Teig nun zu einem Rechteck aus von ca. 35 x 25 cm, faltet dieses zusammen…linke Seite zur Mitte…rechte Seite zur Mitte…und dann die rechte Seite zur linken Kante ( siehe Fotos). Deckt eine Folie und ein Tuch darüber und lasst denTeig 15 Minuten ruhen.
- Nun rollt ihr den Teig ein wenig in die Breite, faltet ihn wieder zusammen, dieses Mal von oben zur Mitte…von unten zur Mitte und dann von oben zur unteren Kante. Deckt den Teig wieder mit Folie und Tuch ab und lasst ihn 15 Minuten ruhen.
- Rollt ihn anschliessend zusammen zu einer Kugel, bestreicht diese mit Olivenöl, deckt eine Folie und ein Tuch drüber und lasst diese nun 30 Minuten ruhen.
- Teilt den Teig in 8 etwa gleich grosse Stücke, jedes drückt ihr flach, schlagt die Seiten zur Mitte, nehmt diese nun mit den Fingern zusammen, dreht sie um schleift sie zur Kugel. Deckt die Teiglinge ab und lasst diese 15 Minuten ruhen.
- Nun bemehlt ihr die Teiglinge, drückt sie mit einem Brötchenstempel ( original Apfelteiler ) tief ein, nehmt sie ein wenig zusammen, legt diese nun umgedreht auf ein gut gemehltes Tuch und deckt sie ab. Lasst die Teiglinge nun für ca. 20 Minuten ruhen ( im Original 60 Minuten, da es bei uns sehr warm war, habe ich die Zeit reduziert).
- Heizt den Backofen vor auf 250°C Ober/Unterhitze.
- Gebt die Teiglinge nun umgedreht auf ein mit Backpapier belegtes Blech.Gebt das Blech in die Mitte des Backofens, sprüht sofort Wasser in den Ofen und backt eure Brötchen fertig in ca. 17 Minuten. Sie gehen schön auf, werden wunderschön braun und knusprig.
- Nehmt das Blech heraus und lasst sie abkühlen.
- hier nun die Bilddokumentation. Ich habe die Schritte heute mal zusammengefasst, da es doch sehr viele sind und sie sonst zwischen den Fotos verloren gehen könnten.










So…und warum nun das Loch im Brötchen sein sollte ? Wie gesagt, ist mir heute leider nicht gelungen, ich übe weiter, aber eigentlich störts mich nicht. Ihr sehr diese unglaublich flauschige, weiche Krume. ich bin begeistert.
Hier die Beschreibung von Zorra:Weshalb die Italiener auf die Idee gekommen sind aufgeblasene Brötchen mit Loch in der Mitte zu backen? Nicht etwa damit die Brötchen besser befüllt werden können, nein es liegt am Klima. Die österreichische-ungarische Monarchie brachte Kaisersemmeln in die Lombardai, wo diese Brötchen vor allem in Mailand sehr beliebt waren und immer noch sind. Wegen des feuchten Klimas wurden die Semmeln in Italien aber innerhalb kürzester Zeit zäh. Um das zu verhindern kamen die Bäcker auf die Idee Luft in die Brötchen zu bringen. Die luftig leichten Rosette Soffiate – auch als Michette bekannt – waren geboren.
So, das war mein #neuaufgelegt zum aktuellen Blogevent. Auch wenn nicht perfekt, gefallen die Rosette Soffiate sehr gut und sie schmecken super lecker, sie saugen auch ganz toll Saucenreste oder Reste von Salatsauce auf oder klassisch Olivenöl. Probiert sie mal aus, erzählt mir von eurem Ergebnis, ich bin neugierig.

Dankeschön für das tolle Blogevent anlässlich deines Bloggeburtstages, liebe Zorra, Happy Birthday.
Viel Spass beim Backen und Geniessen, eure Birgit.


Prima sehen die Brötchen aus!😋
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Vielen lieben Dank , liebe Grüße Birgit
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O wow, sehen die großartig aus, wie gemalt und fast zu schön um zu essen, hier war wieder ein Profil Namens Birgit am Werk!
Inzwischen sind sie sicher aufgegessen zu gerne hätte ich mir zwei (Semmeln) geschnappt, für jede Hand eine, sabber. 😋
Viele Dank und viele Grüße,
Jesse-Gabriel
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Vielen lieben Dank. Das ist lieb von dir. Ja leider, die waren tatsächlich ziemlich schnell aufgefuttert. Liebe Grüße Birgit
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Die sind dir wirklich prima gelungen, ob mit oder ohne Loch. 😉 Danke für die Glückwünsche und die lieben Worte!
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Vielen lieben Dank 😃 liebe Grüße Birgit
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