Auffrisch-Knusperbrote aus dem Topf

Im Moment kann und möchte ich auf Brot nicht verzichten. gab es im letzten Jahr viele helle Brote bei uns, möchte ich dieses Jahr mal wieder mehr mit Sauerteig oder eben auch mit kaltem Anstellgut backen. Das Anstellgut, wenn es denn schön aktiv sein soll, sollte ja 1 x in der Woche aufgefrischt werden ( das schaff ich manchmal nicht, aber zumindest alles 14 Tage bekomm ich es hin ). Bei Auffrischen des ASG bleibt bei mir immer ein Rest übrig, da ich dieses auch nicht wöchentlich nutze, um Sauerteige herzustellen. Diese Reste sammle ich in einem separaten Glas und verbrauche diese nach und nach in diesen sogenannten “ Auffrischbroten „.

Hier kann ich eine relativ grosse Menge “ altes“ Anstellgut verbrauchen, bekomme dadurch im Brot einen tollen, herzhaften Geschmack, ähnlich einem Sauerteigbrot, habe aber den Vorteil, das Brot spontan zu backen, da ich ja keinen Sauerteig am Vortag ansetzen muss. Das “ alte“ ASG im Teig gibt allerdings nur Aroma im Brot, keinen Trieb. Also muss demzufolge auch die Hefemenge ein wenig höher ausfallen, als bei Sauerteigbroten ( die ich aber auch generell mit Hefezusatz backe, da die Gehzeiten so absehbar sind ).

Heute habe ich auch gleich mit 2 Töpfen gebacken, die zusammen in meinen Backofen passen, so spare ich gleich ein wenig Strom und Arbeit. 1 Brot durfte dann in den TK-Vorrat.

Auffrischbrot (4)

Auffrisch-Knusperbrote aus dem Topf

Zutaten ( 2 Brote, gebacken in 2 x 24 cm gusseisernen Töpfen ):

150 g Anstellgut aus dem Kühlschrank ( gerne auch schon Älteres )

610 g warmes ( ca. 40 °C ) Wasser

250 g Weizenmehl 550

250 g Weizenmehl 1050

250 g Roggenmehl 1370

250 g Roggenvollkornmehl

  21 g Salz

  25 g Olivenöl

  20 g Rübenkraut ( Zuckerrübensirup )

  16 g frische Hefe

Gebt das Anstellgut und das Wasser in eine grosse Rührschüssel und verrührt beides miteinander. Gebt nun alle anderen Zutaten hinzu und verknetet alles in ca. 5-6 Minuten zu einem glatten Teig, der sich vom Schüsselrand löst. Der Teig sollte kaum noch kleben. Deckt die Schüssel ab und lasst den Teig bei Zimmertemperatur ca. 60-70 Minuten ruhen.

Auffrischbrot (2)

Streut 2 runde Gärkörbchen mit Roggenmehl aus, alternativ legt ihr in eine Schüssel ein Geschirrtuch, welches ihr ebenfalls mit Roggenmehl ausstreut.

Gebt diesen anschliessend auf eine mit Roggenmehl bestreute Arbeitsfläche. Teilt den Teig in 2 Teile.

Drückt nun ein Teil ein wenig in die Breite und faltet diesen von allen Seiten zur Mitte zusammen. Dann schlagt ihr von aussen zur Mitte rundum den Teig ein, drückt ihn mittig immer ein wenig fest. Dreht den Teigling um, nun schleift ihr ihn auf der Arbeitsfläche rund, indem ihr den Teigling auf der Fläche sanft zu euch zieht, dreht ihn immer ein wenig weiter, so dass ihr am Ende einen straffen, runden Teigling erhaltet.

Auffrischbrot (7)

Setzt diesen nun mit dem Schluss nach unten in ein gemehltes Gärkörbchen. Mit dem 2. Teigstück verfahrt ihr genauso. Deckt nun beide Gärkörbchen ab und lasst die Teiglinge in ca. 70-90 Minuten aufs Doppelte aufgehen. Macht den Fingerdrucktest…drückt leicht in den Teig, die Delle springt zurück, eine kleine Delle bleibt aber zu sehen. Der Teigling ist bereit für den Backofen.

Wenn die Delle schnell zurückspringt und nichts mehr zu sehen ist, dann hat der Teig noch ein wenig Zeit…wenn die Delle nicht mehr zurückspringt, dann hat der Teig leider Übergare und das Brot geht im Backofen nicht weiter auf. All dieses kann sich schnell entwickeln, das hängt zum Einem von der Zimmertemperatur ab, von der Triebfähigkeit der Hefe uä.

In der Gehzeit heizt ihr den Backofen zusammen mit den Töpfen auf 240 °C Ober/Unterhitze auf, die Töpfe sollten gut durchgewärmt sein.

Auffrischbrot (5)

Nun stürzt ihr jeden Teigling vorsichtig in einen Topf, setzt den Deckel drauf und stellt die Töpfe in das untere Drittel des Backofens. Backt die Brot nun fertig in ca. 55 Minuten. Nehmt die Töpfe aus dem Backofen, die Brote aus den Töpfen und lasst diese auf einem Gitter komplett auskühlen, bevor ihr se anschneidet.

Auffrischbrot (3)Auffrischbrot (1)Auffrischbrot (6)

Das Brot wird im Topf wunderbar knusprig, dabei ist die Kruste nicht zu dick und knuspert zart. Die Krume ist mittelporig, feucht und lecker. Ein Alltagsbrot sozusagen, welches zu Allem passt.

Nun wünsche ich euch viel Spass beim Nachbacken, eure Birgit.

6 Kommentare

  1. Anonymous sagt:

    Hallo Birgit,
    ich habe jetzt zum 2. mal das Brot gebacken und ein Teil vom Weizenmehl durch Einkornvollkorn ersetzt.Dann ohne Topf gebacken 1 großes Brot und es ist super geworden und schmeckt richtig gut.Super Rezept.Danke dafür.

    Liebe Grüße
    Margret

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  2. Anonymous sagt:

    Vielen Dank für dieses Rezept. Da war direkt beim Durchlesen alles drin, was ich so liebe: altes Anstellgut, Vollkornanteil und nicht zu komplexe Teigführung. Absolut Alltagstauglich 👍 und hat prima funktioniert. Hab die Weizenmehle auch mit entsprechenden Dinkelmehlsorten ersetzen können und etwas weniger Wasser genommen.

    Gefällt 1 Person

  3. Anonymous sagt:

    Was ich nicht verstehe „altes ASG“ aufbrauchen. Ich dachte, je älter umso besser, also muss ich das doch nicht aufbrauchen, allenfalls das, was zuviel ist.
    Ich backe oft nur mit ASG, ohne vorher einen Sauerteig anzusetzen und habe noch nie Hefe dazu getan. Allersings braucht der Teig dann eine lange Teigführung (24 Stunden).

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    • Hallo, da hast du vollkommen, recht. Ich nehme allerdings zum Auffrischen immer nur ein wenig und den Rest sammle ich und der kommt dann ab und zu in meine Brote. Ich bevorzuge, aus Zeitgründen, Hefe zuzugeben. Aber natürlich kann man es auch anders machen, es gibt ja immer viele Möglichkeiten, so hat jeder seine Vorlieben. Ich hoffe, ich konnte dir helfen, meine Art und Weise zubacken mit ASG zu verstehen. Liebe Grüße Birgit

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