PASTA E BASTA…ich liebe Pasta und bin im Pastafieber. Aber ich rede nicht von gekaufter Pasta, sondern von selbstgemachter, von Hand, von Anfang bis zum Ende. Egal, welcher Pastateig, egal, welche Pastaform, ich liebe sie alle und ich liebe es, sie “ a mano “ herzustellen…von Hand sozusagen. Pasta machen ist meine Meditation, meine Entspannung, meine grosse Leidenschaft, die ich mehrmals die Woche auslebe ( ich muss dazu sagen, dass ich die Zeit dazu auch habe oder sie mir auch nehme, denn wenn man es einmal kann, braucht es gar nicht so lange für die Herstellung…je nach Pastasorte ).
Mateo Zielonka hat dazu ein Buch herausgebracht “ Pasta Masterclass“, welches vor kurzem im DK-Verlag erschienen ist und na klar, das musste ich haben. Daraus habe ich heute ein Rezept für euch, eine Rezension folgt natürlich auch noch, aber alles zu seiner Zeit. Erst einmal wird daraus gekocht, getestet, probiert…und dann gehts in den Urlaub. Und ? Könnt ihr euch vorstellen, wohin ? Natürlich nach Bella Italia, ganz in den Süden nach Apulien. Dann wird geschlemmt, gekocht, eingekauft, erholt, die Region erkundet, getrunken usw…Urlaub eben.
Nun aber zum Rezept. Mateo Zielonka bearbeitet seine Teige mit einer Pastamaschine, das könnt ihr natürlich auch machen, aber euch entgeht dann was;)

Zutaten ( 4 kleinere Portionen, Primo Piatti ):
Pasta:
210 g Weizenmehl Tipo 00 ( alternativ Weizenmehl 405 )
90 g Semolina di grana duro rimacinata
3 Eier ( Grösse M , nicht zu Kleine, denn dann braucht ihr noch einen kleinen Schluck Wasser )
Weizenmehl und Semolina auf ein Holzbrett geben, eine grosse Mulde formen und die 3 Eier hineinschlagen. Mit einer Gabel die Eier sehr gut schaumig verquirlen, dann nach und nach immer ein wenig Mehl vom Rand dazu nehmen und weiterrühren. Wenn ihr fast alles vom Mehl eingearbeitet habt, nehmt ihr eine Teigkarte und vermengt alles damit.
Weiter gehts mit den Händen. Mit beiden Händen bearbeitet ihr nun den Teig ca. 10 Minuten. Dabei arbeitet ihr hauptsächlich mit den Handballen, drückt den Teig mit Druck von euch weg, rollt ihn in Richtung eures Körpers auf. Drehen und wieder mit den Handballen wegdrücken, zu euch aufrollen usw. Ihr werdet merken, dass der Teig immer geschmeidiger und glatter und seidig glänzend wird.
Falls er euch nach der Hälfte der Zeit noch zu trocken ist ( kann sein, wenn Eier zu klein sind oder das Mehl mehr Flüssigkeit aufnimmt ), befeuchtet eure Hände und knetet weiter. Am Schluss klebt der Teig nicht, er fühlt sich an wie Knete und ist seidig glatt und er fühlt sich ganz angenehm glatt an. Wickelt ihn nun in Frischhaltefolie und lasst ihn 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen. Ihr könnt den Teig auch länger vorher zubereiten, dann bitte eingewickelt in den Kühlschrank legen und vor dem Verarbeiten 30 Minuten akklimatisieren lassen.

Besucht mich doch auch gerne in meinen Pastaworkshops, wenn ihr Lust auf handgemachte Pasta bekommen habt, es gibt immer einige verschiedene Themen, die ich anbiete und falls ihr etwas Besonders möchtet, schreibt mich gerne an, ich schau dann, was ich machen kann. Und auch wenn ihr euch unsicher seid, nach einem Pastaworkshop habt ihr es drauf und wisst, worauf es ankommt, gerade bei der Teigbearbeitung entstehen doch manchmal noch Fehler, weil man diese kleinen Kniffs und Tricks nicht kennt, die ich euch im Online-Workshop zeigen werde.
Hier schaut gerne mal nach, ich freue mich auf Jeden, der mit mir BacktKocht.
Mit der Maschine rollt ihr nun den Teig nach und nach in sehr dünne Bahnen aus, man sollte eine Zeitung dadurch lesen können.


Ich habe mein Pastabrett und mein Mattarello eingesetzt, nach und nach ohne Druck habe ich den Teig so dünn ausgerollt, bis ich dadurch habe lesen können. Bei Taglierini soll der Teig so dünn sein, bei Tagliatelle zB. bleibt er ein wenig dicker. Mit Semolina bestreut habe ich die Teigplatte zusammengefaltet und dann ca. 2-3 mm breit mit einem Messer meine Pasta geschnitten. Diese hab ich auch gleich auseinandergefaltet und auf dem Brett ausgebreitet und ein wenig mit Semolina vermengt, so klebt auch nichts aneinander.

Sauce:
3 El Olivenöl
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
2 kl. Schalotten, fein gehackt
1/2 Muskatnuss, frisch gerieben ( eine Kleine )
200 g Blattspinat, gehackt
350 g Ricotta
45 g Parmesan, frisch gerieben
Abrieb 2 Zitronen
Saft 1/2 Zitrone
Salz, Pfeffer
Pastawasser
Olivenöl und Knoblauch erhitzen und 1 Minute anschwitzen, Schalotte zugeben und 5 Minuten anschwitzen, Muskatnuss darübergeben und kurz mit erhitzen. Spinat tropfnass zugeben, umrühren, Deckel drauf und zusammenfallen lassen, vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
Ricotta, Parmesan, Zitronenabrieb, Salz und Pfeffer in einer Schüssel verrühren. Abgekühlten Spinat zugeben ( Flüssigkeit zurückbehalten ), in eine grössere Pfanne geben und leicht erhitzen, nicht kochen lassen.

Einen grossen Topf mit Wasser aufsetzen, salzen ( 1 Tl pro Liter Wasser ), zum Kochen bringen, Pasta zugeben und nur 1 1/2 Minuten kochen lassen. Pastawasser aufheben, eine Kelle zum Ricotta geben und verrühren, Pasta zugeben und vermengen und wenn nötig noch ein wenig Pastawasser, Zitronensaft einrühren und auf Tellern anrichten. Mit Pangratatto ( in Olivenöl angeröstetes Paniermehl ) oder Parmesan bestreuen. Und nun Geniessen…


Erzählt mir doch gerne in den Kommentaren, ob icrhauch ab und zu mal Pasta selber macht, und wenn ja…wie ? Habt ihr eine Maschine oder macht ihr es wie ich…a mano ? Wenn ihr Tipps und Tricks braucht, dann kommt gerne zu mir in einen meiner Pastaworkshops, ich freue mich immer über neue Gesichter.
Viel Spass beim Geniessen, eure Birgit.
Rezept aus “ Pasta Nasterclass“ von Mateo Zielonka aus dem DK-Verlag, Seite 82
