Tarte Tatin mit Äpfel…ein Klassiker

Nun habe ich diese Tarte Tatin schon einige Male gebacken, aber jetzt endlich auch mal für euch mitfotografiert, damit ich es mit euch teilen kann. Ich hoffe, ihr mögt sie auch so gerne und mit dem selbstgemachten Blitzblätterteig ist sie auch unkompliziert und schnell gemacht.

Beim Original aus Frankreich gibt es auch eine Variante mit einem Mürbeteig, auch diese Version stelle ich mir sehr lecker vor, habe ich allerdings noch nicht probiert. Auch wenn die Version mit dem Blitzblätterteig nicht unbedingt leichter ist ( der guten Butter sei Dank ), denke ich, dass sie euch schmecken wird. Dieses Dessert lässt sich natürlich auch zur Kaffeezeit vernaschen.

Ihr braucht auch keine Küchenmaschine, der Teig wird zügig mit der Hand bearbeitet und ausser eine ofenfeste Pfanne von ca. 20-25 cm braucht ihr nichts. Wenn ihr allerdings keine geeignete Pfanne für den Backofen habt, dann könnt ihr auch zum Backen eine entsprechend grosse Tarte-Form nutzen.

Tarte Tatin (2)

Zutaten ( ofenfeste Pfanne ca. 20-25 cm ):

Blitzblätterteig:

150 g Weizenmehl 550

160 g sehr kalte Butter in Würfeln

  1 Pr Salz

ca. 2 El kaltes Wasser

Apfelfüllung:

650 – 700 g feste Äpfel, schälen, vierteln, entkernen und in ca. 2 cm Spalten schneiden ( nicht schmaler )

Saft 1/2 Zitrone

Abrieb 1/2 Zitrone

  1/2 Tl Ceylon-Zimt

    1   Tl Vanilleextrakt od. 1 Pk Vanillezucker

   40 g  Butter

   70 g  brauner Zucker

  1/4 Tl Salz

Für den Blitzblätterteig gebt ihr das Mehl, das Salz und die gewürfelte, kalte Butter in eine Schüssel. Nun verreibt ihr die Butter und das Mehl mit den Fingern zu groben Streuseln, bitte nicht Kneten, nur zwischen den Fingern verreiben. Es ist auch nicht so schlimm, wenn noch ein paar Butterstückchen zu sehen sind.

Nun gebt ihr erst 1 El kaltes Wasser hinzu, versucht nun, den Teig zusammenzubringen, falls er noch zu trocken ist, gebt noch ein wenig Wasser hinzu ( nicht zuviel, nach und nach ein paar Tröpfchen )…Es reicht, wenn der Teig gerade so zusammenhält, drückt ihn schön zusammen, aber hier auch bitte nicht kneten. Der Teig bleibt relativ grob, ein wenig Butter ist auch noch zu sehen ( siehe Fotos für die Konsistenz des Teiges ).

Tarte Tatin (8)

Nun gebt ihr den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche, gebt ein wenig Mehl auf den Teig und rollt ihn vorsichtig aus auf ca. 15 x 25 cm. Klappt ihn nun wie ein Brief zusammen…das obere Drittel zur Mitte, dann das untere Drittel hochklappen. Wichtig ist, dass ihr das Mehl zwischen den Teiglagen immer ein wenig wegpinselt.

Tarte Tatin (9)

Dreht den Teig um 90°, gebt wieder Mehl unter den Teig oder ein wenig drauf und rollt ihn wieder aus auf ca. 15 x 25 cm…klappt ihn wieder auf die gleiche Weise zusammen, denkt auch hier wieder an das Mehl zwischen den Teiglagen. Das wiederholt ihr nun noch genau 4 x !

Danach wickelt ihr den Teig in eine Frischhaltefolie und legt ihn für 60 Minuten in den Kühlschrank.

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Ca. 30 Minuten später fangt ihr an, die Füllung zuzubereiten. Dafür bereitet ihr die Äpfel vor, wie es in der Zutatenliste steht, gebt diese in eine Schüssel, gebt auch den Zitronensaft, den Zitronenabrieb, den Zimt und das Vanilleextrakt ( Vanillezucker ) hinzu und verrührt alles miteinander.

Tarte Tatin

In die ofenfeste Pfanne gebt ihr die Butter und lasst diese auf mittlerer Temperatur schmelzen, gebt den braunen Zucker hinein, schwenkt die Pfanne einige Male, so dass der Zucker schon mit der Butter vermengt ist. Hier sollt ihr auch nicht rühren, nur schwenken. Lasst nun den Zucker in der Butter schmelzen, er sieht dann aus, als ob er schäumt.

Jetzt kommen die Äpfel in die Pfanne, lasst diese nun 15 Minuten bei mittlerer Temperatur ziehen, verrührt sie ab und zu mal, dass all vom Karamell was abgekommen. Aber sehr vorsichtig, sie sollen nicht zerfallen.

Tarte Tatin (7)

In dieser Zeit heizt ihr den Backofen vor auf 210 °C Ober/Unterhitze.

Nehmt den Teig aus dem Kühlschrank, rollt ihn auf leicht bemehlter Fläche auf Pfannengrösse aus, legt ihn anschließend auf die Apfelfüllung in die Pfanne und drückt ihn an des Seiten nach unter, dass die Äpfel eingeschlossen sind. Rest des Teiges klappt ihr einfach um. Stecht nun den Teig mehrmals mit einer Gabel ein.

Alternativ, falls ihr keine geeignete Pfanne habt, nehmt ihr eine Tarteform. Die Äpfel gart ihr in einer Pfanne, fettet die Tarteform ein, gebt die Füllung hinein und bedeckt alles mit dem Teig.

Tarte Tatin (1)

Gebt nun die Pfanne in die Mitte eures Backofens und backt eure Tarte Tatin in ca. 30 Minuten fertig, bis der Teig goldbraun gebacken ist. Nehmt die Pfanne heraus ( vorsichtig, denn der Griff ist heiss ) und lasst sie 3-5 Minuten ruhen.

Stellt euch in der Zeit einen grossen Teller bereit, der grösser ist, als die Pfanne. Löst nun den Rand vorsichtig mit einem Messer, legt den Teller auf die Pfanne und dreht das Ganze nun mit Schwung ( und mit Topflappen ) einmal um, rüttelt ein wenig, dass die Äpfel alle aus der Pfanne plumpsen und nehmt die Pfanne vorsichtig hoch.

Tarte Tatin (11)

Falls nun doch noch ein paar Äpfel in der Pfanne geblieben sind, legt diese einfach wieder auf die Tarte.

Serviert die Tarte Tartin nun ganz frisch mit geschlagener Sahne und Vanilleeis, oder mit Vanillesauce und Vanilleeis oder nur mit Sahne, oder nur mit Eis…diese Entscheidung überlasse ich euch 🙂

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Wenn ihr sie nicht aufesst, dann erwärmt sie doch einfach noch einmal, dann schmeckt sie wieder wie frisch.

So, nun freue ich mich wirklich sehr auf eure Ergebnisse und euer Feedback, Eure Birgit.

6 Kommentare

  1. Hartmut Falk sagt:

    Hallo Birgit,Da hast Du recht, dieser Klassiker ist immer wieder ein genuss. Du hast das sehr schön und gut mit Bildern dargestellt. Eins möchte ich allerdings sagen: immer wieder liest man in Rezepten, dass der teig im Kühlschrank gealgert werden sollt. Waru? Damit das Kleberweiweiß (Gluten) sich entspannen/ausruhen & besser vernetzen kann. Das funktioniert auch bei Raumtemperatur. Im Kühlschrank wird das Fett/Butter im Teig fest und man kann ihn sehr schlecht ausrollen. Nach meiner Erfahrung lasse ich den Teig in der Küche ruhen. Nach 1 Stunde wird er weiterverarbeitet. Viele Grüße aus Bonn am Rhein Hartmut

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Hartmut, vielen lieben Dank. Der Teig sollte ein wenig kühlen, dass die Butter wieder ein wenig an Festigkeit bekommt. Nach 1 Stunde im Kühlschrank lässt sich der Teig noch wunderbar ausrollen, ohne Gefahr zu laufen, dass er klebrig wird und man Zuviel Mehl benötigt. Mit dem Gluten hat das nichts zu tun, das soll sich ja bei einem Blätterteig eher nicht so ausbilden.
      Ich glaube dir, dass man den Teig auch so ruhen lassen kann, manch einer wird aber dann wahrscheinlich so seine Probleme mit dem weichen Teig bekommen. Liebe Grüsse Birgit

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  2. stempfelei sagt:

    Beim zweiten Versuch hat die Tarte bei mir auch geklappt. Das Geheimnis liegt tatsächlich in der Menge an Wasser, die man dem Teig zugibt. Und dann macht die Tarte auch echt was her, schmeckt lecker und mit dem Blitz-Blätterteig kann man sich sehen lassen. 🙂

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